«Sowohl als auch»: das neue «entweder oder»
Die Welt ist nicht schwarz oder weiss – und doch dominiert zu oft die Frage nach klaren Entscheidungen. Dabei zeigt sich: Das Denken in Gegensätzen wird zunehmend durch die Fähigkeit ersetzt, Komplexität zu akzeptieren und Lösungen zu finden, die beides umfassen. Ein Plädoyer für ein «sowohl als auch».
«Meine Türe ist immer offen»: ein kritischer Blick auf eine gängige Führungsaussage
In vielen Unternehmen ist die Aussage «Meine Türe ist immer offen» ein gängiger Satz der Führungskräfte ihren Mitarbeiter:innen gegenüber. Dies soll Offenheit und Erreichbarkeit signalisieren. Bei mir weckt diese Phrase jedoch Misstrauen und Skepsis. Warum ist das so? In diesem Text betrachte ich die Aussage kritisch und untersuche, was dahintersteckt.
Die Zukunft des medialen Service Public
Die Medienlandschaft unterliegt einem ständigen Wandel, der mediale Service Public steht an einem kritischen Scheideweg. Die jüngsten Diskussionen in der Schweiz, angeführt von der Eidgenössischen Medienkommission EMEK, haben die Frage aufgeworfen, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der digitalen Ära fortbestehen und florieren kann. Diese Auseinandersetzung ist nicht nur für die Medienbranche selbst von Bedeutung, sondern auch für die demokratische Gesellschaft, die auf eine unabhängige und vielfältige Berichterstattung angewiesen ist.
«Wir sind wie eine grosse Familie»: Überschreiten Unternehmen Grenzen mit der «familiären Illusion»?
Die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben verschwimmen zunehmend und viele Unternehmen setzen mehr und mehr auf die Metapher der «Familie», um ein Gefühl der Zugehörigkeit und Loyalität unter ihren Mitarbeitenden zu fördern. Diese Strategie, auf den ersten Blick attraktiv und bindend, birgt jedoch subtile und oft übersehene Risiken. Eine nähere Betrachtung offenbart, dass die Idee einer familiären Bindung innerhalb des Unternehmens zu ungesunden Abhängigkeiten und einer Kultur der Überbeanspruchung führen kann. Diese Entwicklung wirft Fragen nach der Authentizität und den wahren Absichten hinter solchen familiären Versprechen auf. Von der Trugschluss der «familiären» Loyalität bis hin zur emotionalen Manipulation als Unternehmensstrategie – die Auswirkungen dieser Kultur sind vielschichtig und tiefgreifend. Sie beeinflussen nicht nur die Work-Life-Balance und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden, sondern stellen auch die ethische Verantwortung und die langfristige Nachhaltigkeit von Unternehmen infrage.
Warum ich ein bedingtes Grundeinkommen befürworte und gegen das bedingungslose bin
In der Ära der Digitalisierung, Automatisierung und künstlichen Intelligenz setze ich mich mit der Frage auseinander, wie wir ein würdiges Leben für alle gewährleisten können. Während das Grundeinkommen kontrovers diskutiert wird, sehe ich im bedingten Grundeinkommen mehr Potenzial als im bedingungslosen. Mit Einflüssen globaler Ereignisse, Hypothesen zum menschlichen und gesellschaftlichen Wesen und der Betonung des sozialen Werts der Arbeit argumentiere ich für ein System, das unsere individuellen und gesellschaftlichen Bedürfnisse erfüllt. Das bedingte Grundeinkommen könnte die Lösung sein, um die Vorteile menschlicher Gestaltungskraft und Reziprozität beizubehalten und gleichzeitig die Herausforderungen der Automatisierung zu bewältigen.