Führung beginnt dort, wo Angst nicht mehr entscheidet.

Angst ist schnell. Sie reagiert, bevor man denkt, zieht den Raum zusammen, macht hart, kurzsichtig. Unter Angst wird Führung eng, Entscheidungen defensiv. Sprache wird vorsichtig oder scharf. Beides trennt.

Daniel Frei The Empty Leader 50 Thesen These 28: Führung beginnt dort, wo Angst nicht mehr entscheidet.

Viele führen aus Angst und nennen es Verantwortung. Sie sichern sich ab. Sie kontrollieren. Vermeiden Risiko. Und merken dabei nicht, dass sie verstärken, was sie verhindern wollen.

Angst ist kein Makel. Sie ist da. Die Frage ist nicht, ob Sie Angst haben. Sondern, ob sie oder Sie entscheiden. Wer von Angst geführt wird, führt nicht. Er reagiert.

Wahre Führung entsteht, wenn Angst ihren Platz hat, nur nicht das Steuer. Wenn Sie sie wahrnehmen, ohne ihr zu folgen. Wenn offen bleibt, wo sich alles schliessen will. Wenn Sie weich bleiben, wo Härte naheliegt.

Innere Weite ist keine Technik. Sie ist eine Entscheidung.

Wer sich seinen Ängsten stellt, wird ruhiger. Klarer. Und daraus entsteht Sicherheit für andere. Nicht, weil alles sicher ist. Sondern weil jemand da ist, der nicht aus Angst handelt.

Welche Ihrer letzten Entscheidungen war (leise) von Angst gesteuert?

 
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Die Führung der Zukunft hört auf die, die nicht am Tisch sitzen.

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Kontrolle ist kolonial.