Freiheit hat einen Preis.
Es gibt Kooperationen, die funktionieren. Und solche, die funktionieren lassen. Von aussen sehen beide stabil aus. Intern unterscheiden sie sich aber fundamental.
Cancel Culture kennt keine Richtung: Links, rechts und das gleiche Spiel
Cancel Culture galt lange als linkes Phänomen. Doch mit Donald Trump und der konservativen Wende zeigt sich: Rechts wird nicht weniger gecancelt, ausgeschlossen, verbannt, nur unter anderen Vorzeichen.
Demokratie hält viel aus: Was wir ihr zumuten dürfen, was wir ihr schulden
Demokratie ist kein zartes Pflänzchen, das beim leisesten Windstoss zerbröselt. Sie erträgt Streit, Irrtümer, Niederlagen und Missbrauch. Aber sie lebt nur, solange wir ihr etwas zurückgeben.
Adieu Heroik: Warum neue Führung nicht auf Antworten sondern Präsenz beruht
Führung galt lange als Frage der Stärke. Aber Stärke genügt nicht mehr. Was heute zählt ist Präsenz. Nicht die heroische und allwissende Führungsperson mit dem Plan, sondern der Mensch mit offenem Ohr, weitem Blick und der Fähigkeit, auszuhalten, statt zu kontrollieren. Eine neue Erzählung von Führung: leiser, echter, wirksamer.
Nicht fliehen, nicht spotten, nicht schweigen, lieben: Warum Amor Mundi heute mehr ist als ein schöner Gedanke
Die Welt zu lieben: klingt pathetisch, ist aber revolutionär. Wer heute von Zärtlichkeit spricht, wirkt schnell mindestens naiv. Und doch: Amor Mundi, die Liebe zur Welt, ist kein romantisches Gefühl, sondern eine gesellschaftspolitische Haltung. Eine Entscheidung gegen Zynismus. Gegen Rückzug. Gegen Gleichgültigkeit. Nicht weniger als ein Kompass. Für alle, die bleiben und gestalten wollen.
Kultur durch Kultivierung: Warum das scheinbar Kleine alles verändert
Ob in Unternehmen, Spitälern, Verwaltungen oder Start-ups: Wenn von «Kulturwandel» die Rede ist, geht es oft um Strategien, Werte-Workshops und zugegebenermassen schön formulierte Visionen. Aber echte Kulturveränderung beginnt nicht auf Papier, sondern im Alltag. In den kleinen, unscheinbaren Momenten: ein gemeintes «Danke», ein zugewandter Blick, ein kluges Schweigen. Kultur zeigt sich nicht im Organigramm, sondern im Miteinander. Wer sie ernsthaft verändern will, muss sie kultivieren. Geduldig, bewusst, konsequent. Warum die informelle Kommunikation, die feinen Signale im Zwischenmenschlichen, mehr bewirken als jede Change-Massnahme, und wie Führungspersonen durch Vorleben statt Vorschreiben den grössten Hebel in der Hand halten. Über Haltung, Resonanz und die stille Kraft der kleinen Geste.
Sind wir bereit für den kommenden Verlust an Erwerbsarbeit? Über den Umbau unserer Gesellschaft und die Rückkehr zur gemeinschaftlichen Verantwortung
Nachfolge ist mehr als ein Plan, sie ist ein Prozess. Oft ein schmerzhafter. Wenn Unternehmerinnen und Unternehmer ihr Lebenswerk übergeben, endet nicht nur ein Kapitel im Firmenbuch. Es beginnt eine stille, innere Reise: der Abschied von einer Rolle, einer Identität, einem Ort der Wirksamkeit. Was rational meist durchdacht erscheint, Exit-Strategie, Unternehmensbewertung, Nachfolgeregelung, bleibt emotional oft unbearbeitet. Dabei ist genau das der Schlüssel für eine gelingende Übergabe: das Loslassen. Das Trauern. Das Anerkennen des Endes.
Loslassen ist kein Exit: Warum Unternehmensnachfolge Trauerarbeit verlangt
Nachfolge ist mehr als ein Plan – sie ist ein Prozess. Oft ein schmerzhafter. Wenn Unternehmerinnen und Unternehmer ihr Lebenswerk übergeben, endet nicht nur ein Kapitel im Firmenbuch. Es beginnt eine stille, innere Reise: der Abschied von einer Rolle, einer Identität, einem Ort der Wirksamkeit. Was rational meist durchdacht erscheint – Exit-Strategie, Unternehmensbewertung, Nachfolgeregelung – bleibt emotional oft unbearbeitet. Dabei ist genau das der Schlüssel für eine gelingende Übergabe: das Loslassen. Das Trauern. Das Anerkennen des Endes.
Nachfolgeregelung: Was, wenn keiner genügt?
In der Theorie ist Nachfolge planbar. In der Praxis ist sie ein Minenfeld aus Erwartungen, Unsicherheiten und vergrabenen Emotionen. Besonders dann, wenn der oder die «Richtige» einfach nicht auftaucht. Oder – schlimmer noch – wenn alle Kandidatinnen und Kandidaten «gut», aber niemand «genug» erscheint. Was tun, wenn niemand passt? Wenn niemand das Gefühl gibt: Jetzt kann ich loslassen?
«Es geht nicht (nur) ums Geschäft»: Warum die Nachfolgeregelung Unternehmern so schwerfällt
Loslassen ist keine Managementtechnik. Aber eine Mutprobe. Wenn Unternehmer ihr Lebenswerk übergeben, beginnt oft nicht einfach der Ruhestand, sondern eine stille, innere Zerreissprobe. Die Nachfolge ist selten nur ein betriebswirtschaftlicher Akt. Sie ist ein psychologisches Drama in mehreren Akten. Mit einem Protagonisten, der stark sein musste, solange es ging. Und der nun schwach sein dürfte, es aber nicht kann. Was wie ein logischer Schritt aussieht, die Übergabe der Firma, ist für viele in Wahrheit das letzte grosse Projekt ihres Lebens: der Übergang vom Entscheider zum Übergeber, vom «Ich bin» zum «Was bleibt?».
Vor dem Gipfel ist der Nebel oft am dichtesten: Warum Unsicherheit der ultimative Führungstest ist
Die grössten Herausforderungen im Leben und in der Führung tauchen oft kurz vor dem Durchbruch auf. Eben noch war der Weg klar, die Strategie erkennbar, das Ziel zum Greifen nah, und dann: Nebel. Zweifel verdichten sich, Orientierung geht verloren, jeder Schritt wird zur Entscheidung über Fortschritt oder Rückzug. Aber Führung bedeutet nicht, nur bei klarem Wetter voranzugehen. Die wahre Prüfung liegt im Umgang mit Unsicherheit. Was tun, wenn Strategien ins Wanken geraten? Wenn sich Märkte unvorhersehbar verändern? Wenn Teams an der Vision zweifeln? Die Antwort liegt nicht in perfekter Planung, sondern in Prinzipien, die auch dann tragen, wenn nichts mehr sichtbar ist. Visionen allein bringen niemanden nach oben. Der Weg dorthin besteht aus Trittsicherheit, Beharrlichkeit und der Fähigkeit, auch im Ungewissen mutig voranzugehen.
Apples ELEGNT: Die Zukunft der Heim-Robotik zwischen Funktionalität und Ausdruckskraft
Apples neueste Forschung, bekannt als ELEGNT, untersucht, wie nicht menschliche Roboter durch ausdrucksstarke Bewegungen natürlicher und ansprechender mit Menschen interagieren können. Diese Entwicklung könnte die Art und Weise, wie wir mit Technologie interagieren, grundlegend verändern.
«Oder?» – Das Chamäleon der Schweizer Sprache
Es gibt Wörter, die wie ein Schweizer Sackmesser funktionieren: klein, unscheinbar und äusserst vielseitig. «Oder?» ist solch ein Wort. Am Satzende platziert, fordert es mal Zustimmung ein, mal eine Meinung – und manchmal schlicht Aufmerksamkeit. Doch das «Oder?» ist mehr als nur eine Frage: Es ist eine Einladung zum Mitdenken, zum Mitfühlen, zum gemeinsamen Schmunzeln. Eine Form von demokratischer Kommunikation, die typisch schweizerisch wirkt. Denn wer ein «Oder?» verwendet, sagt eigentlich: «Ich habe meine Meinung, aber du bist doch auch noch da, oder?» Ein kleines Wort mit grosser Wirkung – charmant, verbindend und unverwechselbar.