The old Lie.
Heute vor 81 Jahren endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Einer der präzisesten Texte über die industrielle Zerstörung des Menschen stammt nicht aus einem Geschichtsbuch.
Sobald keine Täuschung mehr nötig ist: Die neue Ernsthaftigkeit des Untergangs?
Daniel Kokotajlo, ehemaliger OpenAI-Forscher, entwirft ein Szenario, in dem künstliche Intelligenz die Menschheit täuscht, überholt und schliesslich überflüssig macht. Es klingt nach Science-Fiction, und wird mit der Nüchternheit eines Ingenieurs vorgetragen. Genau darin liegt die eigentliche Provokation. Nicht die Katastrophe ist neu. Neu ist aber, wie plausibel sie formuliert wird. Und wie wenig wir darauf vorbereitet sind, zwischen ernsthafter Warnung, strategischer Dramatisierung und technologischem Wunschdenken zu unterscheiden.
Wenn Häuser zu Tokens werden. Und was das mit Mürren zu tun hat.
Tokenisierung, Blockchain, digitale Vermögenswerte: Was bedeuten diese Begriffe jenseits der Technik? Warum Tokenisierung mehr ist als Krypto-Jargon, wie sie unser Verständnis von Besitz verändert und warum ein Ort wie Mürren zum Modell für eine menschlichere Wirtschaft werden könnte. Über Besitz, Vertrauen und die neue Ökonomie des Sinns.
Cancel Culture kennt keine Richtung: Links, rechts und das gleiche Spiel
Cancel Culture galt lange als linkes Phänomen. Moralisch begründet, getragen von Bewegungen wie #MeToo, «woke» im Anspruch, Gerechtigkeit zu schaffen. Doch mit Donald Trump und der konservativen Wende zeigt sich: Rechts wird nicht weniger gecancelt, ausgeschlossen, verbannt, nur unter anderen Vorzeichen. Ist Cancel Culture gar keine Frage der Ideologie, sondern Ausdruck einer Gesellschaft, die gelernt hat, Moral als Waffe einzusetzen?
Demokratie hält viel aus: Was wir ihr zumuten dürfen, was wir ihr schulden
Demokratie ist kein zartes Pflänzchen, das beim leisesten Windstoss zerbröselt. Eher gleich einem alten Baum, knorrig, verwurzelt, angegriffen und doch erstaunlich widerstandsfähig. Sie erträgt Streit, Irrtümer, Niederlagen und Missbrauch. Aber sie lebt nur, solange wir ihr etwas zurückgeben. Demokratie hält viel aus. Nicht alles. Frage ist: Was tue ich, was tun wir, damit sie bleibt und gedeiht?
Nicht fliehen, nicht spotten, nicht schweigen, lieben: Warum Amor Mundi heute mehr ist als ein schöner Gedanke
Die Welt zu lieben: klingt pathetisch, ist aber revolutionär. Wer heute von Zärtlichkeit spricht, wirkt schnell mindestens naiv. Und doch: Amor Mundi, die Liebe zur Welt, ist kein romantisches Gefühl, sondern eine gesellschaftspolitische Haltung. Eine Entscheidung gegen Zynismus. Gegen Rückzug. Gegen Gleichgültigkeit. Nicht weniger als ein Kompass. Für alle, die bleiben und gestalten wollen.
Sind wir bereit für den kommenden Verlust an Erwerbsarbeit? Über den Umbau unserer Gesellschaft und die Rückkehr zur gemeinschaftlichen Verantwortung
Nachfolge ist mehr als ein Plan, sie ist ein Prozess. Oft ein schmerzhafter. Wenn Unternehmerinnen und Unternehmer ihr Lebenswerk übergeben, endet nicht nur ein Kapitel im Firmenbuch. Es beginnt eine stille, innere Reise: der Abschied von einer Rolle, einer Identität, einem Ort der Wirksamkeit. Was rational meist durchdacht erscheint, Exit-Strategie, Unternehmensbewertung, Nachfolgeregelung, bleibt emotional oft unbearbeitet. Dabei ist genau das der Schlüssel für eine gelingende Übergabe: das Loslassen. Das Trauern. Das Anerkennen des Endes.
Alles «woke» oder was oder was ist «woke» und welche Alternativen haben wir?
Der Begriff «woke» hat in den vergangenen Jahren viel Aufmerksamkeit erregt und ist zu einem festen Bestandteil der öffentlichen Debatte geworden. Doch was bedeutet «woke» eigentlich? Woher stammt dieser Begriff, und warum wird er zunehmend als abwertend verwendet und welche Alternativen gibt es? In diesem Artikel untersuche ich den Begriff, seine Herkunft und die Verwendung und biete Auswege aus der Abwertung, die die Verwendung des Begriffs oft mit sich bringt.

